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Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Neuerwerbungen der Handschriftenabteilung

Slavona

Korrespondenz der Lübecker Impressionistin Maria Slavona in der SHLB

Ein Glanzpunkt der Erwerbung 2010 ist der Ankauf eines Konvolutes von 260 Briefen aus dem Nachlass der Lübecker Impressionistin Maria Slavona – bürgerlicher Name Marie Schorer (1865-1935).

Als noch keine staatliche Ausbildung für Künstlerinnen möglich war, besuchte die begabte siebzehnjährige Lübeckerin die Berliner Privatmalschule und wurde im Verein der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen ausgebildet. Nach 1888 studierte sie zusammen mit u.a. Käthe Kollwitz in der Münchner Damenakademie. 1890 folgte sie  dem deutsch-dänischen Künstler Willy Gretor nach Paris. Zehn Jahre lebte und wirkte sie und war erfolgreich in der Pariser Boheme. Voller Enthusiasmus für den französischen Impressionismus schuf sie und stellte eigene Werke aus. In Paris wurde auch ihre und Gretors Tochter Lilly geboren. 1900 heiratete Slavona den bekannten Kunsthändler Otto Ackermann, die Familie lebte fortan in Berlin.

Unter den neu erworbenen Briefen ragt die Korrespondenz zwischen Mutter und Tochter heraus. Die Briefe wurden in der Zeit 1908-1931 geschrieben als Maria Slavona ein reges Künstlerleben in Berlin führte und sich mit ihrer Tochter, der späteren Schauspielerin Lilly Ackermann, über Kunst und Alltägliches austauschte.

Das neue, unbekannte Material ist eine Quellenfundgrube für die Forschung.

 

22.2.2011